Interessengemeinschaft
Österreichischer Dokumentarfilm

 
 

Kinostarts

Zeit für Utopien

2018 / Kurt Langbein

Gibt es nach dem Zusammenbruch des „realen Sozialismus“ neben dem Kapitalismus, der global immer polarisierender Reichtum und Armut produziert, ein Gesellschaftsmodell, über das nachzudenken und um das zu streiten sich lohnt? Vier Menschen und Initiativen sagen: Ja! Sie haben sich entschlossen, Wege jenseits von Gier und Profitstreben zu gehen und dabei viel gelernt. Sie sind keine Aussteiger, sondern Einsteiger in eine neue Gesellschaft. „Ich wollte nicht mehr Teil des Problems sein, sondern Teil der Lösung werden“, erzählt Petra Wähning von ihrem Entschluss, ein Projekt der „Solidarischen Landwirtschaft“ zu starten. Statt ihr Geld im Supermarkt zu lassen investieren 300 Konsumenten direkt in einen landwirtschaftlichen Betrieb und werden dafür von diesem mit Lebensmitteln beliefert. Laura Gerritsen von „fairphone“ macht sich auf den Weg zu den Kobalt-Minen im Kongo, um für die in Smartphones benötigten Mineralien faire Produktionsbedingungen zu etablieren. Niko Paech zeigt im Züricher Wohnprojekt „Kalkbreite“ wie man Klimaziele erreichen kann ohne auf einen angenehmen Lebensstil verzichten zu müssen. Mit seinen Kollegen besetzte Rim Hindri 1336 Tage eine Fabrik in Südafrika. Heute verwalten die Mitarbeiter den Betrieb als Genossenschaft „Scop Ti“ selbst.

Mein Stottern

2018 / Petra Nickel, Birgit Gohlke

Birgit will das Kapitel "Stottern" in ihrem Leben endlich schließen. Doch dazu muss sie noch einmal ihren ganzen Mut zusammen nehmen: um herauszufinden, was ihr eigenes Stottern mit dem von anderen verbindet und warum das Thema noch immer Menschen trennt. Von einander und nicht zuletzt auch von sich selbst.

The Green Lie

2017 / Werner Boote

Umweltschonende Elektroautos, nachhaltig produzierte Lebensmittel, faire Produktion: Hurra! Wenn wir den Konzernen Glauben schenken, können wir mit Kaufentscheidungen die Welt retten! Eine populäre und gefährliche Lüge! Gemeinsam mit der Umweltexpertin Kathrin Hartmann zeigt Werner Boote (Plastic Planet, Alles unter Kontrolle) in seinem neuen Dokumentarfilm, wie wir uns dagegen wehren können.

Gwendolyn

2017 / Ruth Kaaserer

Eine der schönsten Erfahrungen im Kino ist es, die Zeit geschenkt zu bekommen, sich auf die Physiognomie eines Menschen einzulassen, sich an sie zu gewöhnen und sie also schätzen und lieben zu lernen – eine der sinnlichen Erfahrungen, die Ruth Kaaserers Dokumentation von der ersten Minute an ermöglicht. Gwendolyn, die titelgebende Protagonistin, ist etwas über 60, etwas über 50kg schwer, Gewichtheberin und pensionierte Anthropologin. Und sie hat Krebs. Der Film erzählt von ihrem Comeback als Athletin. Und davon, was Gwendolyn so macht, wenn sie keine Gewichte stemmt: ein verführerischer Film über eine tolle Frau. (Viennale)

Namrud (Troublemaker)

2017 / Fernando Romero-Forsthuber

Jowan Safadi, israelischer Palästinenser, lebt in Haifa und ist ein im nahen Osten bekannter Musiker und wahrer Freigeist. Mit seiner Band Fish Samak liefert er Lieder die politischen und sozial-kritischen als auch emotionalen und philosophischen Kontext beinhalten. Jowan hat keine Angst seine Gedanken frei zu äußern, damit auch tabuisierte Themen anzusprechen. Von kurzem ist jedoch sein 15-jähriger Sohn Don zu ihm gezogen. Nun muss sich Jowan einer ganz neuen Herausforderung stellen: Auf der einen Seite heißt es, weiterhin für seine Ideale und seine Musik zu kämpfen, gleichzeitig aber auch väterliche Verantwortung zu übernehmen und seinem Sohn ein passendes Umfeld zu bieten.

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