Interessengemeinschaft
Österreichischer Dokumentarfilm

 
 

Kinostarts

Zu ebener Erde

2017 / Birgit Bergmann, Steffi Franz, Oliver Werani

Man sieht sie und man sieht sie nicht: Die Kinodokumentation ZU EBENER ERDE begleitet Männer und Frauen, die in Wien ohne Obdach leben und vom Rest der Welt oft nicht wahrgenommen werden. Zwischen sensibler Nähe und respektvoller Distanz erzählen die eindringlichen Porträts von der Bewältigung des Alltags auf der Straße, von Freiheit und Abhängigkeit, von Bedürfnissen und Grenzen, von Krankheit, Tod und letztlich der unteilbaren Würde des Menschen.

Ciao Chérie

2017 / Nina Kusturica

Telefonieren, Geld verschicken, Surfen – dafür kommen die Menschen in einen Wiener Call Shop: Heimweh und Liebe, Sorge und Hoffnung, Zweifel und Ungewissheit – all das wird in den Telefonkabinen besprochen, wo Herkunft und Zugehörigkeit voller Widersprüche sind.

Verbindung halten oder Abschiednehmen? – Nina Kusturica erzählt in ihrem neuen Film vom Leben in der Fremde und von der Sehnsucht Distanzen zu überwinden.

Weapon of Choice

2017 / Fritz Ofner, Eva Hausberger

Weapon of Choice ist ein dokumentarisches Essay, das sich mit der Faszination von Waffen auseinandersetzt. Warum üben bestimmte Waffen auf manche Menschen eine derartige Faszination aus? Der Film beleuchtet die Symbolik von Waffen in den USA - dem größten Waffenmarkt der Welt - in der Popkultur und geht auf die Träger und Besitzer von Waffen ein. Entlang diesen Weges begegnet der Film Männern und Frauen, Polizisten, Rappern und Militärs und versucht die Faszination und besondere Beziehung von Waffenträgern zu ihren Waffen herauszufiltern.

Glossary of Broken Dreams

2018 / Johannes Grenzfurthner

Alle reden von Freiheit! Privatsphäre! Identität! Sie palavern über Widerstand! Den Markt! Und die Linke! Aber Johannes Grenzfurthner kann all diese ignoranten und sachlich beleidigenden Kommentare im „Internet“ nicht mehr ertragen! Unterstützt vom Schriftsteller Ishan Raval erklärt und bewertet er die goldenen Kälber des politischen Diskurses aufs Neue - vielleicht um sie schließlich zu opfern.

Back to the Fatherland

2017 / Kat Rohrer, Gil Levanon

Gil und Kat sind Freunde seit College-Zeiten. Gil aus Israel ist die Enkelin eines Holocaust Überlebenden, Kat aus Österreich ist die Enkelin eines Nazi Offiziers. Trotz dieser biographischen Diskrepanz sind die beiden seit über 10 Jahren befreundet. In ihrem Bestreben, die Geschichte ihrer Familien zu überwinden, treffen sie Dan und Guy, zwei junge Israelis, die Israel verlassen haben, um in Österreich und Deutschland zu leben. Diese Entscheidung veränderte ihre Beziehung zu Großeltern und Familie nachhaltig. „Back to the Fatherland“ zeigt die dritte Generation bei ihrem Bemühen, sich eine Zukunft zu schaffen

Waldheims Walzer

2018 / Ruth Beckermann

Ruth Beckermann dokumentiert, wie während des Wahlkampfs des ehemaligen UN-Generalsekretärs Kurt Waldheim um das Amt des österreichischen Bundespräsidenten im Jahr 1986 die Lücken in seiner Kriegsbiografie vom Jüdischen Weltkongress aufgedeckt wurden. Dies hatte in Österreich zu nationalem Schulterschluss, antisemitischen Ausschreitungen und schließlich zu seiner Wahl geführt. Mittels internationalem Archivmaterial, sowie Beckermanns selbst gedrehten Videoaufnahmen analysiert der Film den Zusammenbruch der österreichischen Lebenslüge, erstes Opfer der Nazis gewesen zu sein. Und er zeigt die Mechanismen der Mobilisierung hetzerischer Gefühle – damals wie heute.

Bruder Jakob, schläfst du noch?

2018 / Stefan Bohun

Vier Brüder auf einer Reise zurück in die Vergangenheit. Es ist ein gemeinsamer Weg der Erinnerungen, der nach dem Tod des fünften Bruders im Gebirge in Tirol beginnt und in einem Hotelzimmer in Porto endet. Ein persönlicher Film über das Trauern und den Abschied, über die Heiterkeit und das Ankommen. Und über das Wiedersehen und Wiederfinden.

Aktuelles

WIDERSTANDSKINO #2: Widerstandskino meets Beckermann

Dienstag 9. Oktober, Stadtkino Wien

20 Uhr Waldheims Walzer, 2018, R: Ruth Beckermann. VORHER: Autor Doron Rabinovici über die Politik des Ressentiments. DANACH: „Die Presse“ Chefredakteur Rainer Nowak im Talk mit Ruth Beckermann.

JOY gewinnt Europa Cinemas Label und Hearst Film Award

Bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig wurde im Rahmen der Nebenkategorie Giornate degli Autori der Film JOY von Sudabeh Mortezai mit dem begehrten Label von Europa Cinemas als Bester Europäischer Film und dem mit 10.000 Euro dotierten Hearst Film Award für die beste weibliche Regie ausgezeichnet.

Dokumentarfilme

2 zufällig ausgewählte aus dem Verzeichnis aller Dokumentarfilme

Halb Wien

1995 / Viktor Jaschke, Kenan Kiliç, Leopold Lummerstorfer, Hannelore Tiefenthaler

Mitglieder

2 zufällig ausgewählte aus dem Verzeichnis aller Filmschaffenden