Interessengemeinschaft
Österreichischer Dokumentarfilm

 
 

Kinostarts

Die Geträumten

2016 / Ruth Beckermann

Um Liebe und Hass, um richtige und falsche Worte, geht es in dem Film „Die Geträumten“. Im Zentrum stehen Ingeborg Bachmann und Paul Celan, die sich im Nachkriegswien kennengelernt haben. Deren Briefwechsel bildet die Textgrundlage. Zwei junge Schauspieler, Anja Plaschg und Laurence Rupp, treffen sich in einem Tonstudio, um daraus zu lesen. Die dramatisch schwankenden Gefühle der Briefe – zwischen Rausch und Verlustangst, Entzücken und Erschrecken, Nähe und Fremdheit – gehen auf die Schauspieler über. Aber sie amüsieren sich auch, streiten, rauchen, reden über Tattoos und Musik. Ob die Liebe damals oder die Liebe heute, ob Inszenierung oder Dokumentation: Wo die Ebenen verschwimmen, schlägt das Herz des Films.

Die Liebenden von Balutschistan

2016 / Houchang Allahyari, Tom-Dariusch Allahyari

Die alte balutschische Liebesgeschichte von Hani und Morid zieht sich als roter Faden durch die Dokumentation von Houchang und Tom-Dariusch Allahyari. Vater und Sohn sind aus Österreich in das abgelegene Grenzgebiet zwischen Iran, Afghanistan und Pakistan gereist. Auch für Houchang Allahyari, der im Iran aufgewachsen ist, ist Balutschistan ein unbekanntes Gebiet, wie für die meisten Iraner. Die Gegend gilt als gefährlich, ist sie doch ein Zentrum des Schmuggels. Auf den Spuren der Legende treffen die beiden Filmemacher auf arme Bauern und reiche Geschäftsleute, auf mutige einheimische Dokumentarfilmer und wilde Krokodile, auf Dichter und Sänger. Von der staubigen Grenzstadt Zahedan geht eine abenteuerliche Fahrt bis nach Charbahar am persischen Golf.

Bauer Unser

2016 / Robert Schabus

Die „idealisierte Darstellung in der Werbung, wo es nur glückliche Tiere, kernige Bauern und Bio auf allen Ebenen gibt“, das ärgere ihn schon lange, sagt Schabus. Dieses vorindustrielle Werbebild entspreche natürlich in vielen Fällen nicht der Wirklichkeit. Denn auch die Landwirtschaft sei dem freien Markt unterworfen. Die Doku zeigt auf, wie Wirtschaftspolitik und Gesellschaft immer öfter vor der Industrie kapitulieren. Dennoch gibt es Momente der Hoffnung.

Desert Kids

2016 / Michael Pfeifenberger

Der Dokumentarfilm portraitiert Jugendliche aus unterschiedlichen Kulturen die in der Wüste Negev auf engstem Raum zusammenleben. Während in der Beduinensiedlung die arabisch beeinflusste, nomadische Tradition vorherrscht, leben und arbeiten im Kibbuz junge jüdische Menschen aus aller Welt für den Staat Israel. Der Film zeigt uns ihre Wünsche und Sehnsüchte, aber auch ihre Probleme. Ab 24. Februar 2017 im Kino

Peter Turrini. RÜCKKEHR AN MEINEN AUSGANGSPUNKT

2014 / Ruth Rieser

„ … vielleicht ist es das Wesen des Künstlers, dass er mit Vergangenheiten, mit Kindheiten nie Schluss macht … “ Peter Turrini

Titelgebender „Ausgangspunkt“ des Dokumentarfilms über und mit Peter Turrini ist der Tonhof in Maria Saal. Hier führte in den 50er und 60er Jahren das Künstlerpaar Maja und Gerhard Lampersberg ein offenes Haus für „völlig unbekannte Kunst-irre“, wie es Turrini im Laufe des Filmes einmal nennt – von Thomas Bernhard bis Christine Lavant u.v.a.m. Für den 15jährigen Peter Turrini war der Tonhof ein magischer ort, sein „erstes Zuhause – Labor, Enklave, Wiege der österreichischen Nachkriegsliteratur“.

In ihrem bildmächtigen und ruhigen Dokumentarfilm lässt Ruth Rieser den Kärntner Dramatiker zu Wort kommen – nachdenklich, offenherzig, liebevoll. Ohne Ressentiment oder Voyeurismus wird im Gespräch behutsam dem Herzschlag des Tonhofes und seiner mittlerweile verstorbenen Hausherren nachgespürt. Ein außergewöhnlich persönliches Porträt von Peter Turrini.

Aktuelles

VIENNA.DOKU.DAY.2016

Das Branchentreffen VIENNA.DOKU.DAY fand erstmals am 21. Oktober in Wien statt und füllt eine bisherige Leerstelle.

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