Interessengemeinschaft
Österreichischer Dokumentarfilm

 
 

Kinostarts

Brüder der Nacht

2016 / Patric Chiha

Wien durchgängig als Nacht-Land und Nachtasyl, als die Kehrseite des Tag-Bewusstseins, ganz ohne Walzerseligkeit und Mozartkugeln. Die Protagonisten dieser Dokumentation sind junge bulgarische Roma, die Armut und die Notwendigkeit, für ihre Familien Geld zu verdienen, nach Wien verschlagen haben, wo sie in der Stricherbar „Rüdiger“ im Arbeiterbezirk Margareten ihre Dienste anbieten. Sie warten, rauchen, trinken, spielen Billard, tanzen, prahlen, albern herum, reden über ihre kärglichen Ausschweifungen, über ihre Familien und über Prostituierte, tauschen Erfahrungen und Informationen über das „bizness“ aus. Im Clash der Kulturen und Traditionen führen sie ein Leben zwischen den Welten, zwischen Realität und Illusion, transitorisch, trügerisch und flüchtig. Es ist keine moralisierende, besserwisserische Stricherballade, sondern eine zärtliche, empathische Hymne an die furchtbare Poesie des (Über-)Lebens und an die Solidarität unter Geächteten und Außenseitern. (Berlinale)

Un Solo Colore

2016 / Joerg Burger

15 Kilometer trennen das Ionische Meer von der kleinen Gemeinde Camini, die sich auf den ersten Blick nicht von zahlreichen anderen, völlig aus der Zeit gefallenen Dörfern in der Provinz Reggio di Calabria im Süden Italiens unterscheidet. Doch Camini ist anders als der Rest des Landes, anders als der Rest des Kontinents. Während die Europäische Gemeinschaft über eine menschenwürdige Unterbringung der zur Migration gezwungenen Menschen tatenlos diskutiert, sieht man in Camini die Aufnahme von Migranten als Chance. (Joerg Burger) Premiere am 15. September um 20:00 Uhr in Anwesenheit des Regisseurs im Metro Kinokulturhaus, Johannesgasse 4, 1010 Wien.

Traceroute

2016 / Johannes Grenzfurthner

Wer oder was ist eigentlich ein Nerd? Regisseur und zentrale Figur des Films, Johannes Grenzfurthner, ist einer und er erzählt in der Doku, wie er zu einem wurde. Eine persönliche Reise in die Abgründe der Nerd-Kultur. Künstler und lebenslanger Nerd Johannes Grenzfurthner nimmt uns mit auf einen Roadtrip durch die USA, eine persönliche Reise zu den Inspirationsquellen seines Schaffens und den Orten und Menschen, die seine Werke beeinflusst haben. Eine berauschende "Tour de Farce" in das Innerste von Trauma, Besessenheit und kognitivem Kapitalismus. Kinostart: 16. September.

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