Workshopreihe in 4 ModulenTransparenz, Macht, Manipulation: Vom komplexen Umgang mit Protagonist:innen im Dokumentarfilm. Im September und Oktober veranstalten wir einen 4-teiligen Workshop für unsere Mitglieder, bei dem die Beziehung zwischen Dokumentarfilmschaffenden und Protagonist:innen beleuchtet und reflektiert wird. Der Workshop richtet sich an alle Dokumentarfilmemacher:innen, die zu diesem Thema arbeiten und Input erhalten möchten. Die Voraussetzung an der Teilnahme ist die Anwesenheit bei allen Terminen.

Inhalt & Ziele
Die Beziehung zwischen Dokumentarfilmschaffenden und Protagonist:innen bewegt sich zwischen Nähe und Distanz, Vertrauen und Zweck, Hierarchie und Augenhöhe. Für jede Zusammenarbeit müssen Grenzen, Bedürfnisse und Absichten neu ausgehandelt werden. Der Workshop fragt: Welche Beziehungen entstehen im dokumentarischen Arbeiten? Welche Grenzen wollen wir nicht überschreiten? Und wie gehen wir mit emotional intensiven Drehsituationen um?
In vier Modulen bietet der Workshop Raum, diese Fragen zu reflektieren und gemeinsam eine Haltung für Drehsituationen zu entwickeln, die auf Vertrauen und Konsens beruht. Ziel ist es, eigene Zugänge und blinde Flecken in der Beziehung zu Protagonist:innen zu hinterfragen, festgefahrene Annahmen aufzubrechen und einen respektvollen Umgang auf Augenhöhe zu stärken.
Mit Impulsvorträgen von Bettina Henkel(Künstlerin, Filmemacherin, Lehrende), Judith Benedikt (Kamerafrau, Director of Photography) und Jan Soldat (Filmemacher, Regisseur und Filmeditor).
Termine
Freitag 18.09.2026, 9:00 bis 17:00
Samstag 19.09.2026, 9:00 - 13:00
Freitag 09.10.2026, 13:00 - 18:00
Zielgruppe & Anmeldung
Der Workshop richtet sich an Dokumentarfilmschaffende, die diese Fragen in einem geschützten Raum (safe space) bearbeiten und reflektieren möchten. Die ersten drei halbtägigen Module verbinden theoretische Impulse mit Praxisbeispielen und Austausch in der Gruppe. Mit etwas Abstand zum Workshop dient das letzte Modul als Reflexion, welche Auswirkungen die Workshop Impulse auf die eigene Arbeitsweise hatten.
Die Teilnahme ist auf 15 Personen begrenzt und für dok.at Mitglieder kostenlos.
Interessierte Filmschaffende, die nicht Mitglied bei dok.at sind, können gegen einen Unkostenbeitrag von 95 Euro teilnehmen.
