Interessengemeinschaft
Österreichischer Dokumentarfilm

 
 

Kinostarts

Alpenland

2022 / Robert Schabus

Die Alpen sind nicht nur spektakuläre Naturlandschaft im Herzen Europas, sondern Lebensraum für 13 Millionen Menschen in acht Ländern, deren Vielzahl an Sprachen, Dialekten und Lebensweisen die kulturelle Vielfalt dieser einzigartigen Region widerspiegeln. Die Idylle trägt den Keim zu ihrer Zerstörung in sich. Der Tourismus schafft Arbeitsplätze und frisst die Natur auf, der Verkehr durchschneidet die Alpentäler, und der Klimawandel macht sich in den Alpen besonders bemerkbar.

Der Bauer und der Bobo

2022 / Kurt Langbein

Der steirische Bergbauer Christian Bachler zieht auf facebook gegen den wortgewaltigen Falter-Chefredakteur Florian Klenk zu Felde. Dieser lobt ein Urteil, in dem ein Bauer für das gefährliche Verhalten seiner Kühe verurteilt wurde. Klenk sei ein „arroganter Oberbobo“ und ignoriere die Lage der Bauern: „Steigen Sie von ihrem Bobo-Ross und kommen Sie zu einem Praktikum“. 250.000 Menschen sehen das Video. Klenk kommt und lernt Bachlers Welt kennen. Aus dem Streit wird eine Freundschaft.

Alice Schwarzer

2022 / Sabine Derflinger

Alice Schwarzer, Journalistin, Autorin und Verlegerin, ist durch ihre vielfältigen Fernsehauftritte und als Leiterin von Diskussionsrunden seit den 70er Jahren ein Medienstar. Im Fokus ihrer Arbeit steht die Selbstbestimmung der Frau. Sabine Derflingers Dokumentarfilm wandelt mit Montagen zwischen den Zeiten – in Zeitdokumenten und aktuell gedrehtem Material erlebt das Kinopublikum Alice Schwarzer bei ihrer Arbeit und im Privaten.

MUTZENBACHER

2022 / Ruth Beckermann

Seit mehr als hundert Jahren wird der Roman „Josefine Mutzenbacher oder Die Geschichte einer Wienerischen Dirne“ wegen seiner lustvollen Darstellung kindlicher und weiblicher Sexualität kontrovers besprochen. Der Film MUTZENBACHER konfrontiert in einer ehemaligen Sargfabrik in Wien hundert Leser mit Auszügen aus dem Werk. Und wie im richtigen Leben evoziert die Lektüre “anstößiger Passagen“ auch am Filmset Erinnerungen, erotische Vorstellungen, aber auch Ablehnungsreaktionen.

Elfriede Jelinek – Die Sprache von der Leine lassen

2022 / Claudia Müller

Wunderkind, Skandalautorin, Vaterlandsverräterin, Theaterfurie, Feministin, Modeliebhaberin, Kommunistin, Pessimistin, Sprachterroristin, Rebellin, enfant terrible, Nestbeschmutzerin, geniale, verletzliche Künstlerin, Nobelpreisträgerin. Der Film über Elfriede Jelinek, die 2004 als erste österreichische Schriftstellerin mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet wurde, stellt ihren künstlerischen Umgang mit Sprache in den Mittelpunkt.

VERSCHWINDEN / IZGINJANJE

2022 / Andrina Mracnikar

In Südkärnten sprachen vor 1910 zirka neunzig Prozent aller Bewohner*innen Slowenisch, heute ist es durchschnittlich ein einstelliger Prozentsatz. Andrina Mračnikar formuliert in ihrem essayistischen Dokumentarfilm auf persönliche Weise eine hochpolitische Dringlichkeit: Was passiert, wenn einem die Muttersprache im Alltag genommen wird? Was muss die Politik tun, um dem Verschwinden einer Sprache, deren Schutz in der Verfassung festgeschrieben ist, entgegenzuwirken?

Für die Vielen - Die Arbeiterkammer Wien

2022 / Constantin Wulff

Im Direct-Cinema-Stil porträtiert der Dokumentarfilm FÜR DIE VIELEN — Die Arbeiterkammer Wien eine österreichische Institution zwischen reicher Vergangenheit und herausfordernder Zukunft: Während der Vorbereitungen für ihr 100-Jahr-Jubiläum wird die Arbeiterkammer begleitet und erweist sich als einzigartige Anlaufstelle für die vielen Menschen, die um ihre Rechte kämpfen.

Aktuelles

FEMINIST PERSPECTIVES

Am 20. & 21. November findet im Stadtkino und am Badeschiff das zweitägige Forum FEMINIST PERSPECTIVES zu aktuellen feministischen Positionen, Forderungen und Arbeitsweisen im Film statt. In der zweitägigen Veranstaltung wird mit Gästen aus dem Bereich Regie, Cinematografie, Filmtheorie, Kunst und Schauspiel die Gaze Theory analysieren. Wie beeinflusst „der Blick“ Filme und unsere Arbeit? Wie sehr sind wir vom Andro-centrismus geprägt? Wie hat queer-feministischer Film diese Debatte beeinflusst?

Neuer dok.at Vorstand für die Funktionsperiode 2022-2024 gewählt

Bei der jährlichen Generalversammlung am 07.09.2022 wurde der neue dok.at-Vorstand gewählt. In den Vorstand gewählt wurden: Christa Auderlitzky, Susi Dollnig, Peter Drössler, Sabine Gruber, Bettina Henkel, Christian Krönes, Lukas Ladner, Daniela Praher. Der neue Vorstand bestimmte in seiner ersten Sitzung am 12. Oktober 2022 die zwei neuen Vorstandsvorsitzenden Daniela Praher und Bettina Henkel.

Dokumentarfilme

2 zufällig ausgewählte aus dem Verzeichnis aller Dokumentarfilme

Mitglieder

2 zufällig ausgewählte aus dem Verzeichnis aller Filmschaffenden