Interessengemeinschaft
Österreichischer Dokumentarfilm

 
 

Kinostarts

Der Bauer und der Bobo

2022 / Kurt Langbein

Der steirische Bergbauer Christian Bachler zieht auf facebook gegen den wortgewaltigen Falter-Chefredakteur Florian Klenk zu Felde. Dieser lobt ein Urteil, in dem ein Bauer für das gefährliche Verhalten seiner Kühe verurteilt wurde. Klenk sei ein „arroganter Oberbobo“ und ignoriere die Lage der Bauern: „Steigen Sie von ihrem Bobo-Ross und kommen Sie zu einem Praktikum“. 250.000 Menschen sehen das Video. Klenk kommt und lernt Bachlers Welt kennen. Aus dem Streit wird eine Freundschaft.

Alice Schwarzer

2022 / Sabine Derflinger

Alice Schwarzer, Journalistin, Autorin und Verlegerin, ist durch ihre vielfältigen Fernsehauftritte und als Leiterin von Diskussionsrunden seit den 70er Jahren ein Medienstar. Im Fokus ihrer Arbeit steht die Selbstbestimmung der Frau. Sabine Derflingers Dokumentarfilm wandelt mit Montagen zwischen den Zeiten – in Zeitdokumenten und aktuell gedrehtem Material erlebt das Kinopublikum Alice Schwarzer bei ihrer Arbeit und im Privaten.

Alpenland

2022 / Robert Schabus

Die Alpen sind nicht nur spektakuläre Naturlandschaft im Herzen Europas, sondern Lebensraum für 13 Millionen Menschen in acht Ländern, deren Vielzahl an Sprachen, Dialekten und Lebensweisen die kulturelle Vielfalt dieser einzigartigen Region widerspiegeln. Die Idylle trägt den Keim zu ihrer Zerstörung in sich. Der Tourismus schafft Arbeitsplätze und frisst die Natur auf, der Verkehr durchschneidet die Alpentäler, und der Klimawandel macht sich in den Alpen besonders bemerkbar.

Kinostart: 10.6.22

Stories from the Sea

2021 / Jola Wieczorek

Jola Wieczorek entlockt dem Mittelmeer drei Geschichten. Jessica ist Auszubildende auf einem Frachtschiff, die einzige Frau in der Crew. Die Arbeit ist hart und anstrengend. Die Witwe Amparo begleiten wir auf einer Kreuzfahrt. Alles glitzert und gleißt, sie fügt sich ein in die tanzende Schiffsgesellschaft. Von einem Selbstfindungs-Segeltörn junger Leute aus vier Kontinenten berichtet die dritte Geschichte. Das Mittelmeer, in ruhigen, schwarzweißen Aufnahmen, ist der eigentliche Protagonist. Das unendliche Wasser, der stete Wellengang, der ferne Horizont, die weiße Gischt - sie verknüpfen diese Geschichten und erzählen doch noch viel mehr. (Maria Marchetta)

Kinostart: 20.5.22

Marko Feingold - Ein jüdisches Leben

2020 / Christian Krönes, Florian Weigensamer, Roland Schrotthofer, Christian Kermer

„Ein jüdisches Leben“ porträtiert einen der letzten Zeitzeugen der Shoa. Dieser Film soll Marko Feingolds Biografie als Dokument erhalten. Es werden zeitlose Fragen gestellt: Fragen nach der Natur des Menschen – Moral, Verantwortung, Menschenwürde und ihren Grenzen. Marko Feingolds Erfahrungen unter der Nazi-Diktatur bestimmten sein ganzes Leben.

An Impossible Project

2022 / Jens Meurer

In seinem Dokumentarfilm lässt Jens Meurer Menschen zu Wort kommen, die schon die Wendung zum Analogen suchten, als andere sich noch den Verheißungen der nächsten iPhone-Generation hingaben. Wie der exzentrische, aber sympathische Held des Films, Florian „Doc“ Kaps, der 2008 sein gesamtes Vermögen riskierte, um mit einer kleinen Gruppe Idealisten die letzte Polaroid-Fabrik der Welt vor dem Aus zu retten. Ein beherztes Schwimmen gegen den Strom und der Versuch, sich aus dem Griff der Technologien zu lösen.

Aktuelles

Harald Friedl ist als dok.at Obmann zurückgetreten

Harald Friedl, langjähriger Obmann von dok.at, hat im März 2022 sein Amt als Vorsitzender zurückgelegt und ist aus dem Vorstand ausgetreten.Er hat den österreichischen Dokumentarfilmverband seit seiner Gründung im Jahr 2000 mit viel Engagement begleitet und die Interessen der Dokumentarfilm-schaffenden in verschiedenen Arbeitsgruppen vertreten.

Sonderförderung Ukraine-Hilfe des BMKOES

Mit der Sonderförderung des BMKÖS sollen flüchtende ukrainische Künstler:innen rasch und gezielt unterstützt werden, indem finanzielle Mittel sowohl in Form von Arbeitsstipendien (€ 1.400 monatlich pro Künstler:in für 3 Monate) als auch durch Projektförderungen (maximal € 5.000 pro Projekt) bereitgestellt werden.

BMKÖS präsentiert neues Anreizmodell für Filmstandort Österreich

Grafik (c) aacamera.org

Im Rahmen einer Pressekonferenz am 5. Juli 2022 haben Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer, Medienministerin Susanne Raab, Finanzminister Magnus Brunner und Wirtschaftsminister Martin Kocher ein von der Filmbranche seit langem gefordertes Anreizmodell präsentiert, das den Filmstandort Österreich stärken soll.

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