Interessengemeinschaft
Österreichischer Dokumentarfilm

 
 

Kinostarts

Hungrig / Hungry

2025 / Susanne Brandstätter

Ein geheimnisvolles Wesen entdeckt in naher Zukunft eine Welt ohne Menschen und macht sich daran, die Ursache für das Verschwinden der Menschheit aufzuklären. Es folgt Spuren aus der Vergangenheit – Tonaufzeichnungen von Gesprächen mit renommierten Wissenschaftlern, aufgenommen vor dem Aussterben – und erschafft daraus seinen eigenen Dokumentarfilm. Kinostart: 24. April 2026

Wise Women - Fünf Hebammen, fünf Kulturen

2025 / Nicole Scherg

Die fünf Heldinnen des Films sind Expertinnen für die wichtigste Sache der Welt: Müttern zu helfen, ein Kind zur Welt zu bringen. Regisseurin Nicole Scherg begleitet Genet Gebru aus Äthiopien, „Hajja“ Aïcha El Fathi aus Marokko, Kanchan Mala Shrestha aus Nepal, Gunda Gutscher aus Österreich und Sheila Santos aus Brasilien. Wie Frauen gebären, geht uns alle an: Wir alle wurden schließlich einmal geboren. Die Hebammen begleiten diesen physiologischen Prozess, der universell und natürlich ist – und doch zutiefst individuell.

No Mercy

2025 / Isabella Willinger

Wie steht es heute um Macht, Geschlecht und Freiheit – im Kino wie im Leben? Für ihre radikale Bestandsaufnahme bringt die Filmemacherin Isa Willinger einige der bedeutendsten Regisseurinnen* unserer Zeit zusammen: Im Zentrum stehen Céline Sciamma, Alice Diop, Joey Soloway, Nina Menkes, VALIE EXPORT, Catherine Breillat, Ana Lily Amirpour und Virginie Despentes – und mit ihnen ein ganzes Universum an Filmemacherinnen* – von Pionierinnen* des feministischen Kinos über experimentelle Künstlerinnen* bis hin zu internationalen Stimmen der Gegenwart.

All my Sisters

2025 / Massoud Bakhshi

Teheran, Iran. Zwischen 2007 und 2025 begleiten wir drei Schwestern beim Aufwachsen in einer liebevollen Familie. Achtzehn Jahre von früher Kindheit, bis zum Alltag als junge Frauen auf der Suche nach Freiheit. Traditionell erzogen, werden die Schwestern Zeuginnen und Protagonistinnen der Kämpfe einer Jugend in steter Bewegung. Wie sieht ihre Zukunft in der heutigen iranischen Gesellschaft aus? Kinostart: 24. April 2026

Grünes Licht

2025 / Pavel Cuzuioc

Der Dokumentarfilm begleitet den deutscher Facharzt für Neurologie und Psychiatrie Johann Spittler, der Menschen betreut, die Sterbehilfe suchen, und beleuchtet die Kontroversen und Unsicherheiten, die dieses Thema begleiten.

Woman / Mother

2025 / Klara Harden

Mara, eine junge Tanzpädagogin, sucht nach kreativem Ausdruck, um sich aus der Isolation zu befreien, die sie während ihrer Mutterschaft erfahren hat. Ihr Sohn Ezra ist jetzt vier und Mara will den neuen Freiraum nutzen, um eine Performance in den Baumkronen umzusetzen.

B wie Bartleby

2025 / Angela Summereder

B wie Bartleby greift Herman Melvilles legendäre Erzählung auf und verwandelt sie in einen Filmessay über Erinnerung, Sprache und Widerstand. Ausgehend von Dialogen mit einem verstorbenen Gefährten lebt der berühmte Satz I would prefer not to in Stimmen und Gesten von Performer:innen, Jugendlichen, Rap-Musikern, Passant:innen und Gestrandeten neu auf – leise, beharrlich, zeitlos.

Ein Leben in Farbe

2025 / Axel Stasny

Mit 92 Jahren verliebt sich die lebenslustige, deutschstämmige New Yorkerin Eleanor, Innenarchitektin und Immobilienikone, in einen 22-jährigen Mann. Sie unterzieht sich einer Schönheits-OP, glaubt nicht an den eigenen Tod und macht sicher kein Testament. Was zunächst als ein Film über ein ungewöhnliches Paar beginnt, wird zu einer humorvollen Hommage an ein buntes, verrücktes Leben, an das Alter sowie die Freiheit und die Eigenwilligkeit einer

Militantropos

2025 / Alina Gorlova, Simon Mozgovyi, Yelizaveta Smith

Inmitten von Verwüstung und Grausamkeit wird der Mensch vom Krieg absorbiert – und der Krieg seinerseits wird zum Teil des Menschen. MILITANTROPOS ist ein Kaleidoskop des Kriegsalltags, eine Suche nach den Bedingungen des Menschseins in die von der russischen Invasion zersplitterten Lebensrealitäten.

Noch lange keine Lippizaner

2025 / Olga Kosanović

„Wenn eine Katze in der Hofreitschule Junge wirft, sind das noch lange keine Lipizzaner“, lautet ein Kommentar in einer österreichischen Tageszeitung zu dem medial aufgegriffenen Einbürgerungsfall der Regisseurin Olga Kosanović. Abgrenzung schafft das Gefühl von Identität und Zusammenhalt: eines starken Wir-Gedankens. Was ist das für ein Gefühl und welchen gesellschaftlichen Strukturen liegt es zu Grunde? Ausgehend von einer persönlichen Erfahrung, untersucht dieser Film die Emotionen schürende Frage des Dazugehörens.

Lois Weinberger - Ruderal Society

2025 / Markus Heltschl

Ruderalpflanzen waren der Ausgangs- und Orientierungspunkt für die Notizen, Zeichnungen, Fotos, Objekte, Texte, Filme und Arbeiten im öffentlichen Raum des österreichischen Künstlers Lois Weinberger (1947-2020). Mit seiner poetisch-philosophischen Feldarbeit sprengte er Kategorien und war zukunftsweisend. "Emphatisch porträtiert Heltschl diesen Pionier einer revolutionären Kunstauffassung. Aus den Zeugnissen kluger Weggefährten und in angemessener formaler Freiheit entsteht das Bild eines politisch wachen Künstlers." (Gerhard Midding)

Wahlkampf

2026 / Harald Friedl

Wie erhält man die meisten Stimmen oder verliert die wenigsten? Wie rückt man den eigenen Spitzenkandidaten ins beste Licht? In seiner Langzeitbeobachtung Wahlkampf begleitet Harald Friedl ein junges, ambitioniertes Wahlkampfteam auf seinem Weg durch das „Superwahljahr“ 2024. Da heißt es reden, überzeugen, die Werbetrommel rühren: Während sich in der herausfordernden Arbeit des Teams das ereignisreiche Wahljahr widerspiegelt, bietet Wahlkampf tiefe Einblicke in die politische Kultur Österreichs. Kinostart: 24. April 2026

Stoff - Ein Spitzengeschäft

2025 / Katharina Weingartner, Anette Baldauf, Joana Adesuwa Reiterer, Chioma Onyenwe

"Stoff" folgt den verschlungenen Pfaden einer Textilgeschichte, die Nigeria und Österreich seit Jahrhunderten eng verwebt. So farbenfroh und vielschichtig wie die Stoffe selbst, porträtiert die Doku extravagante Modeikonen und geschäftige Textilproduzent:innen und beschwört dabei die Geister, die in den verborgenen Nähten der Kolonialgeschichte lauern. Es ist ein Film über Frauen, Machtverhältnisse, Stoffe – und über die kolonialen Fäden, die Europa bis heute prägen

Die letzte Botschafterin

2025 / Natalie Halla

Die afghanische Botschafterin in Wien, Manizha Bakhtari, befindet sich seit der Mach­tübernahme der Taliban in einer bizarren Situation: Sie vertritt ein Land, dessen alte Regierung geflohen und dessen neue Taliban-Regierung international keine Anerkennung findet.

Mirella

2025 / Oliver Bruck

Die abenteuerliche Geschichte der legendären Fotografin Mirella Ricciardi, die die schwindende Schönheit des Lebens mit ihrer Kamera eingefangen hat und nun hinter der Linse verborgen bleiben will. In Kenia als Tochter europäischer Eltern geboren, wuchs sie inmitten des Optimismus und der Widersprüche eines untergehenden Imperiums auf.

Renate

2025 / Martin Nguyen

Stets hat die 87-jährige österreichische Autorin Renate Welsh die Sprachlosigkeit in ihren Büchern und Schreibwerkstätten zum Thema gemacht – bis sie eines Tages nach einem Schlaganfall selbst betroffen ist. Ein berührendes Porträt, das ihren Weg zurückbegleitet und einen Blick auf ihr bewegtes Leben wirft.

Aktuelles

dok.at Empfang @ Diagonale’26

dok.at lädt im Anschluss an die Franz-Grabner-Preisverleihung, die im Rahmen der Diagonale stattfindet, zu einem Empfang. Alle dok.at Mitglieder, Dokumentarfilmschaffenden und Interessierte sind herzlich zu Umtrunk, Austausch und Vernetzung eingeladen.

Freitag, 30. März 2025, 11:00 Uhr: Verleihung Franz-Grabner-Preis

im Anschluss, ab ca. 12:00 Uhr: dok.at Empfang im Diagonale Forum im Heimatsaal (Volkskundemuseum, Paulustorgasse 13a, 8010 Graz)

Dokumentarfilm als Spiegel und Seismograph der Gesellschaft

Zum 25-jährigen Bestehen von dok.at blickte Christian Krönes im Namen des dok.at Vorstands auf den Stellenwert des Dokumentarfilms in Österreich, auf bereits durch die Initiative Erreichtes und auf Herausforderungen der nächsten Jahre.

Im Bild der dok.at Vorstand beim Fototermin am Jubiläumsabend. Von hinten links: Victor Gangl, Julia Mitterlehner, Susi Dollnig, Daniela Praher, Peter Drössler, Christa Auderlitzky, Christian Krönes,Bettina Henkel (assoziiert), Leider nicht im Bild: Lukas Ladner

25 JAHRE DOK.AT

Seit 25 Jahren setzt sich dok.at für die Sichtbarmachung, Förderung und Anerkennung des nationalen Dokumentarfilmschaffens ein. Von 5. bis 7. Dezember 2025 findet die Filmschau „25 Jahre dok.at- Vielfalt, Haltung, Filmsprache“, im METRO Kinokulturhaus in Wien statt. Im Rahmen der dreitägigen Veranstaltung wird eine Sonderausgabe des ray-Filmmagazins zur Lage des österreichischen Dokumentarfilms präsentiert und ein dok.at Jubiläums-Trailer veröffentlicht. Alle Infos zu Filmschau & Rahmenprogramm gibt es hier.

Wir freuen uns darauf, das dok.at Jubiläum mit euch zu feiern!

VIENNALE '25 DOKUMENTARFILME

Von 16. bis 28. Oktober 2025 findet die Viennale - Vienna International Film Festival statt. Wir möchten speziell auf die Dokumentarfilme im Programm hinweisen - auf die österreichischen wie auch die internationalen Produktionen. Eine besondere Empfehlung ist auch die Monografie von dok.at Mitglied Angela Summereder. Wir freuen uns auf zahlreiche Österreichpremieren im Rahmen des Festivals und dürfen außerdem für vier ausgewählte Dokumentarfilme Karten an Euch verlosen.

Liste der Dokumentarfilme auf der Viennale'25

Dokumentarfilme

2 zufällig ausgewählte aus dem Verzeichnis aller Dokumentarfilme

Mitglieder

2 zufällig ausgewählte aus dem Verzeichnis aller Filmschaffenden