Vielleicht habe ich Glück gehabt

A / 2002 / Dokumentarfilm / 35 mm / 90 min

 

Vor mehr als sechzig Jahren, in der kurzen Zeit zwischen der Pogromnacht und Kriegsausbruch, standen tausende jüdische Eltern vor der Entscheidung, ihre Kinder aus Österreich fortzuschicken, ungeschützt, in ein fremdes Land, zu fremden Menschen, oder sie bei sich zu behalten, wissend, dass sie sie nicht schützen konnten. Zehntausend Eltern entschieden sich für die Trennung, im Bewusstsein, dass sie ihre Kinder vielleicht nie wiedersehen würden.
Heute schicken ungezählte Eltern aus verschiedensten Ländern der Erde ihre Kinder auf die Flucht vor Krieg, Zwangsarbeit, Hunger, vor Bedrohungen aller Art. Manche, die es bis Österreich geschafft haben, meinen, sie wären angekommen, ihre Flucht wäre zu Ende. Die Wirklichkeit ist auf beschämende Weise anders.
Wie haben die damaligen Kinder ihre Trennung erlebt? Und wie erleben sie sie heute, sechzig Jahre danach? Wie leben die unbetreuten Flüchtlingskinder im Österreich von heute? Und wie leben ihre in der alten Heimat gebliebenen Eltern?

Vielleicht habe ich Glück gehabt erzählt die Geschichten von sieben Personen: drei jüdischen Emigrantinnen, die 1938/39 mit dem Kindertransport Wien bzw. Österreich verlassen konnten; zwei äthiopischen Mädchen, einem Jungen aus Marokko und einem aus Moldawien, die ihre Heimat ebenfalls verlassen mussten.
Die einen am Abend eines langen Lebens, rückblickend, sich erinnernd, noch immer gezeichnet von den Erlebnissen der Kindheit. Die anderen am Beginn ihres Weges, obwohl sie schon in Schiffen und Containern, in Flugzeugen und Nachtmärschen durch die halbe Welt gezogen sind.

  • Regie
    Käthe Kratz
  • Buch
    Käthe Kratz
  • Kamera
  • Schnitt
    Hubert Canaval , Veronika Hlawatsch
  • Ton
    Joe Knauer, Mario Sternisa, Bruce Hops
  • Produktion
    Lukas Stepanik
  • Produktionsfirma
  • Verleih
    Filmladen
  • Mitwirkende
    Lucy Benedict, Roman Cataraga, Elfinesh Kabede, Anne Kelemen, Ikram Mohammed-Falbesoner, Moussa Najid, Lore Segal, u. a.